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Aufwertung einer Pufferbohle

Bremsschlauch-Imitationen und Kupplungshaken an einer Märklin Lok anbringen

An den Pufferbohlen der Vorbildfahrzeuge findet man alles, was zum Kuppeln notwendig ist: Kupplung, Bremsschläuche, Absperrhähne und teilweise weitere Einrichtungen für Dampfheizung, Doppeltraktion (Vielfachsteuerung) und Wendezugsteuerung. Im Vergleich zu den Loks der Bahn erscheinen die Pufferbohlen älterer Modell-Lokomotiven geradezu leer. Bei neueren Produktionen findet man hier Imitationen oder Ansteckteile. Daher fällt der Unterschied zu den älteren Produktionen noch viel mehr auf. Aber das muss ja nicht so bleiben.

Märklin Baureihe 141 mit zugerüsteter PufferbohleBetrachtet man die Pufferbohlen der DB-Fahrzeuge auf historischen Fotos, fällt auf, dass nicht alle Pufferbohlen gleich bestückt waren. An einer 323 findet man nur die Kupplung und einen Bremsschlauch, Lokomotiven der BR 01 oder 150 sind dagegen mit 2 Bremsschläuchen jeweils neben den Puffern bestückt. Andere Lokomotiven neuerer Bauart sind sogar mit 4 Bremsschläuchen ausgerüstet. Außerdem sind diese Einrichtungen nicht baureihenübergreifend in der gleichen Höhe montiert. Daher ist es zu empfehlen, vor der Montage von Zurüstteilen Vorbildfotos zu betrachten.
An jeder Lok findet man mindestens einen oder zwei Bremsschläuche der Hauptluftleitung (HLL). Diese mit maximal 5 bar gefüllte Verbindung steuert die Bremsanlage des Zuges. Um zusätzliche Anlagen wie Türschließeinrichtung, Hochleistungsbremse oder Magnetschienenbremse betreiben zu können, wurde bei vielen Triebfahrzeugen eine Hauptluftbehälterleitung (HBL) angebracht. Diese mit 10 bar gefüllte Schlauchverbindung kann nicht mit der Bremsleitung verbunden werden; eine Verwechslung ist also ausgeschlossen.

Die beiden grünen Märklin 3037 erhielten bereits Fenstereinsätze und neue Betriebsnummern. Nun steht die Aufrüstung der Pufferbohle an.

 

 

Tabelle
Roco Zurüstteile

Das links abgebildete Roco Zurüstset 40014 enthält neben Kupplungshaken und Bremsschläuchen auch weitere Verbindungselemente für Lokomotiven: so zum Beispiel Kupplung für Dampfheizung, Anschlusskabel für Vielfachsteuerung und Wendezugbetrieb.
Die Bremsschläuche werden nicht an alle Loks passen, weil die Beweglichkeit der Kupplung eingeschränkt wird. Dieses Set ist jedoch für Loks gut geeignet, die auf einer Seite ohnehin nicht ankuppeln sollen.

Im Normalfall möchte man jedoch auch Wagen anhängen können und benötigt daher genügend Bewegungsfreiheit für die Kupplung. In diesem Fall ist der Roco Attrappenrahmen 107808 (rechts im Bild) eine sinnvolle Alternative. Die Zurüstteile sind nicht vollständig nachgebildet und ragen daher nicht so tief nach unten.

Bohrlöcher mit dem Stichel anzeichnen

Sicherlich ist es nicht jedermanns Sache, die Löcher freihändig in die Pufferbohle zu bohren. Dann sei empfohlen, einige Probebohrungen in ein anderes Metallstück anzufertigen. So bekommt man etwas mehr Routine, bevor man mit der Lok beginnt. In jedem Fall ist es sinnvoll, die Löcher vorher mit einem Stichel oder Körner vorzukörnen.

Zum Körnen benötigt man sehr wenig Kraft. Nach jedem Schlag sollte man prüfen, ob die Position exakt stimmt und sicherstellen, dass die Spitze nicht ausgewandert ist.

gebohrte Löcher in der Pufferbohle

Bei zahlreichen E-Loks sind die Bremsschläuche am unteren Rand der Pufferbohle montiert. Dies wird im Modell kaum möglich sein. Hier wurden die Befestigungspunkte daher so tief wie möglich angeordnet. Die Löcher sind zunächst mit 0,5mm gebohrt, dann schrittweise bis auf 1,2mm erweitert worden.

bestückte Pufferbohle der Märklin 141

Diese Lok der Baureihe 141 ist ebenfalls von Märklin. Sie wird dem Vorbild entsprechend mit 4 Schläuchen und Kupplungshaken ausgerüstet.

Die Imitationen der Bremsschläuche können ohne Bearbeitung eingesteckt werden und sitzen fest genug. Der Befestigungsstift der Kupplung ist jedoch etwas lang und sollte gekürzt werden. Beim Aufsetzen des Gehäuses wird die Kupplung sonst wieder etwas herausgeschoben und könnte während der Fahrt verloren gehen.

 

Weitere Loks warten noch auf diese Optimierung: zum Beispiel einige Dampfloks und die Baureihen 212 und 260.

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